Ziel 12: Verantwortungsvoller Konsum
Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
Die Menschheit lebt seit langem über ihre ökologischen Verhältnisse. Dies gilt in besonderem Maße für die Industrieländer und die wachsenden ober- und Mittelschichten in vielen Schwellenländern. Der Earth Overshoot Day markiert den Tag im Jahr, an dem weltweit mehr Ressourcen verbraucht worden sind als der Planet im gleichen Jahr regenerieren kann. 1990 war das noch der 7. Dezember, 2016 der 8. August.
Der Wandel zu einer Wirtschafts- und Lebensweise, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert, kann nur gelingen, wenn wir unsere Konsumgewohnheiten und Produktionstechniken umstellen. Dazu sind international gültige Regeln für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz wichtig.
„Immer wieder gibt der Mensch Geld aus, das er nicht hat, für Dinge, die er nicht braucht, um damit Leuten zu imponieren, die er nicht mag.“
(Danny Kaye, Schauspieler, Komiker und Sänger)
Worum geht es in Witzenhausen?
Ziel 12 zielt auf die notwendige Veränderung unserer Lebensstile und unserer Wirtschaftsweise. Wir sollen nicht mehr Ressourcen verbrauchen, als uns die Erde liefern kann. Insbesondere die Industrieländer werden aufgerufen, ihrer globalen Verantwortung als Konsumenten und Produzenten gerecht zu werden.
Auch für Witzenhausen finden sich dabei viele relevante Themen: effiziente Nutzung von Ressourcen (12.2), weniger Nahrungsmittelverschwendung (12.3), Müllvermeidung (12.5), Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung (12.7) oder Bewusstseinsförderung für eine nachhaltige Lebensweise (12.8).
Folgende Leitfragen können uns helfen, um Herausforderungen für Witzenhausen zu identifiezieren, die wir mit gemeinsamen Projekten adressieren wollen.
- Wie können wir nachhaltigen Konsum in Witzenhausen ermöglichen und fördern?
- Wie steigern wir das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum?
Helft uns gerne weitere Leitfragen und Herausforderungen zu formulieren. Schreibt uns dazu einfach eine Mail oder nehmt mit uns persönlich Kontakt auf.
Worum geht es in der Welt?
Die Weltbevölkerung konsumiert gegenwärtig mehr Ressourcen, als die Ökosysteme bereitstellen können. Damit die soziale und wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen der Tragfähigkeit der Ökosysteme stattfinden kann, muss die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft Güter produziert und konsumiert, grundlegend verändert werden.
Ziel 12 fordert die Umsetzung des Zehnjahresprogramms für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster der UNO. Ein umweltverträglicher Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen soll erreicht werden. Das Abfallaufkommen soll durch Wiederverwertung deutlich vermindert werden. Die Nahrungsmittelverschwendung soll halbiert und Unternehmen sollen zu einer nachhaltigen Unternehmensführung ermutigt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von Nachhaltigkeitskriterien im öffentlichen Beschaffungswesen.
12.1: Den Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster umsetzen, wobei alle Länder, an der Spitze die entwickelten Länder, Maßnahmen ergreifen, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstands und der Kapazitäten der Entwicklungsländer
12.2: Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
12.3: Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringern
12.4: Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken
12.5: Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern
12.6: Die Unternehmen, insbesondere große und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen
12.7: In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten
12.8: Bis 2030 sicherstellen, dass die Menschen überall über einschlägige Informationen und das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur verfügen
12.a: Die Entwicklungsländer bei der Stärkung ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten im Hinblick auf den Übergang zu nachhaltigeren Konsum- und Produktionsmustern unterstützen
12.b: Instrumente zur Beobachtung der Auswirkungen eines nachhaltigen Tourismus, der Arbeitsplätze schafft und die lokale Kultur und lokale Produkte fördert, auf die nachhaltige Entwicklung entwickeln und anwenden
12.c: Die ineffiziente Subventionierung fossiler Brennstoffe, die zu verschwenderischem Verbrauch verleitet, durch Beseitigung von Marktverzerrungen entsprechend den nationalen Gegebenheiten rationalisieren, unter anderem durch eine Umstrukturierung der Besteuerung und die allmähliche Abschaffung dieser schädlichen Subventionen, um ihren Umweltauswirkungen Rechnung zu tragen, wobei die besonderen Bedürfnisse und Gegebenheiten der Entwicklungsländer in vollem Umfang berücksichtigt und die möglichen nachteiligen Auswirkungen auf ihre Entwicklung in einer die Armen und die betroffenen Gemeinwesen schützenden Weise so gering wie möglich gehalten werden
In diesem Handlungsfeld verfügt Witzenhausen bereits über hohe Kompetenz und viel Engagement innerhalb der Stadtgesellschaft. Ebenfalls gibt es eine starke fachliche Expertise ansässiger Institutionen, insbesondere im Bereich des Recyclings und der Kreislaufwirtschaft. Wir suchen daher nach Projekten, die diese Potentiale und Traditionen aufgreifen, um Veränderungen hin in zu nachhaltigeren Einkaufsverhalten und Lebensstilen anstoßen zu können. Welche Ideen fallen euch dazu ein? Oder habt ihr bereits ein Projekt und sucht nach Mitstreitenden?
Arbeitsergebnisse der Projektwerkstätten.
Plattform für Wohnformen
Vernetzung von Wohnraumanbietern und Wohnraumsuchenden in verschiedenen Wohnraumkriterien (z.B. WGs, Mehrgenerationen, Wohnprojekte, Hausgemeinsachaften, etc.) und Verbeitung von Informationen
Zielgruppe: Immobilieneigentümer, Wohnraumsuschende
Projektart: Bürgerschaftliches/ Institutionelles Projekt
Zeitplanung: 1 Jahr
Ziele und Erfolgskriterien (Was soll erreicht werden und woran kann man es erkennen?)
- Wohnraumleerstand verringern
- Bezahlbaren Wohnraum schaffen
- Alternative Wohnformen fördern (Modellcharakter)
- Mitbewohnerzentrale
Grobe Arbeitsschritte/ bzw. Arbeitsplan (Welche Schritte sind notwendig, um das Projekt umzusetzen?)
- Akteure und AkteurInnen zusammenbringen
- Struktur der Plattform entwickeln
- Finanzielle Fördermöglichkeiten erkunden
- evt. Plattform formatieren und online stellen
- Stelle für Plattformpflege und reale Anlaufstelle (schaffen)
Status quo (Was gibt es für Initiativen in diesem Bereich, wie ist das aktuelel Stadium?)
- Verein für Bau- und Wohnkultur
- WohnWIZ
- Stadt
- Transition Town
Team und mögliche Partner (Wer kann alles mitwirken, um das Projekt erfolgreich zu absolvieren?)
- Stadt
- Verein für Bau- und Wohnkultur
- Transition Town
Modus der Zusammenarbeit (Wie häufig und wann können sich die Teammitglieder treffen?)
- Anfang: 2-mal wöchentlich
- Später: unregelmäßiger
Mittel (Welche Mittel werden benötigt, um das Projekt umzusetzen?)
- Webplattform (Nutzen oder Programieren)
- Mobilisierungsmittel: Werbung, Workshops
Zu schade, um in der Schublade zu versauern
- Monatliche Events (zusammen mit Gebrauchtwarenzentrum)
- Abgabetage von Handys/ Laptops/ Tablets (hochwertige EGerate) in Verbindung mit Repair-Cafe
- Essen/ Trinken und weiteren Benefits
- Beratung + Aufklärung + Transparenz
Zielgruppe: Alle
Projektart: Bürgerschaftliches/ Institutionelles Projekt
Zeitplanung: kontinuierlich
Ziele und Erfolgskriterien (Was soll erreicht werden und woran kann man es erkennen?)
- Kontinuität!
- Altgeräte sind nicht wertlos, enthalten wertvolle Ressourcen. In Deutschland lebende Menschen haben statistisch 4 Handys zu Hause.
- Bewusstsein für Stoffströme, Nutzen statt rumliegen, Recycling der Inhaltsstoffe, Upcycling (Kunstprojekte ….)
- Erfolgskriterium: gesellschaftlich akzeptierter Rahmen
Grobe Arbeitsschritte/ bzw. Arbeitsplan (Welche Schritte sind notwendig, um das Projekt umzusetzen?)
- Termin mit Akteuren
- Vereinbarung mit regionalem Verwerter (Koop.Vereinbarung)
- Werbung (Radio Meissner, …)
Status quo (Was gibt es für Initiativen in diesem Bereich, wie ist das aktuelle Stadium?)
Noch zu erabeiten ...
Habt Ihr vieleicht Lust an dem Projekt mitzugestalten? Dann meldet euch einfach bei uns!
Team und mögliche Partner (Wer kann alles mitwirken, um das Projekt erfolgreich zu absolvieren?)
Noch zu erabeiten ...
Habt Ihr vieleicht Lust an dem Projekt mitzugestalten? Dann meldet euch einfach bei uns!
Modus der Zusammenarbeit (Wie häufig und wann können sich die Teammitglieder treffen?)
Noch zu erabeiten ...
Habt Ihr vieleicht Lust an dem Projekt mitzugestalten? Dann meldet euch einfach bei uns!
Mittel (Welche Mittel werden benötigt, um das Projekt umzusetzen?)
Noch zu erabeiten ...
Habt Ihr vieleicht Lust an dem Projekt mitzugestalten? Dann meldet euch einfach bei uns!

